May 182012
 

In den letzten Wochen gab es einige Reparaturen beim Streetstepper, die hoffentlich einmalig bleiben werden, und bei denen mich der Hersteller sehr freundlich und kulant unterstützt hat. Das Fahrzeug ist nun wieder perfekt. Ich habe die Touringausrüstung optimiert:

Streetstepper Sport mit Werkzeugtaschen, Trinkflaschen, Beleuchtung usw.

Streetstepper Sport mit Werkzeugtaschen, Trinkflaschen, Beleuchtung usw.

Streetstepper: bessere Taschenmontage, Grundwerkzeug eingefüllt

Bessere Taschenmontage, Grundwerkzeug eingefüllt

Zunächst kam ein zweiter Flaschenhalter am oberen Rahmenrohr, dann zwei Rahmentaschen, von denen die untere allerdings noch nicht optimal sitzt und evtl. noch bearbeitet werden muss.

Wie montiert man eigentlich am Antrieb des Streetsteppers?

Anstriebstests und Montagen am hängenden Streetstepper

Anstriebstests und Montagen am hängenden Streetstepper


Für die grundlegende Antriebsmontage plaziere ich den Stepper auf meiner Motorradhebebühne, wo er sicher steht und man optimal daran arbeiten kann. Um den Antrieb zu reinigen, zu testen bzw. von unten her zu bearbeiten hänge ich den Stepper wie gezeigt an der Decke auf. Das ist die einzige Möglichkeit, einigermassen komfortabel im Bereich der Räder zu schrauben und dabei auch drehen und treten zu können.

May 042012
 

Nach der Werksreparatur an meinem Streetstepper gab es leider noch ein kleineres Folgeproblem: das Innenlager war beim Ummontieren meiner alten Stepperteile auf das neue Fahrzeug beim Hersteller nicht verklebt worden und hat sich bei der letzten Trainingsrunde selbsttätig aus dem Rahmen geschraubt. Da ich am Streetstepper Antrieb vorerst nicht selbst Hand anlegen will, werde ich nun meinen lokalen Streetstepper-Händler um Reparatur bitten.


Die sehr schnell und auf Kulanz durchgeführte Reparatur bei meinem Händler Fritzmobile.at war ein voller Erfolg. Das Stepper läuft nun spürbar besser als vorher. Die Aufzeichnung der ersten Trainingsrunde zeigt das auch in Zahlen. Fritzmobile hat offenbar den gesamten Antrieb meines Streetsteppers einer Leichtlaufkur unterzogen, was sich im geschmeidigen Tretverhalten, im lautlosen Betrieb und im Fahrtschnitt wiederspiegelt. Darüberhinaus wurde mir der Stepper im Quasi-Neuzustand, also gründlichst gereinigt zurückgegeben. Werkstattnote 1+, das habe ich bisher noch bei keiner Fahrzeugreparatur so erleben dürfen. Deshalb sei es hier in meinem Blog explizit und deutlich erwähnt.

Apr 302012
 

Meinen Trail-Tech Voyager hatte ich zwecks Upgrade von meiner alten Firmwarelinie 1 auf die aktuelle Linie 2 nach USA eingeschickt. Heute habe ich ein Neugerät zurückerhalten, ohne daß mir Kosten entstanden wären. Das nenne ich Service. Danke!


Nach der Remontage des Gerätes und dem Flashen auf die neuste FW2 Subversion 2.06.02 zeigten sich zahlreiche erfreuliche Details. Der Upgrade hat sich sehr gelohnt. Eine ganze Reihe ehemals suboptimaler Bedienfälle sind nun perfekt ausgeführt und vieles wurde stark vereinfacht. Bei den anklickbaren Bildern gibt es einige Kommentare dazu.
In aller Kürze:

  • Dual Map: zwei mittels eines Knopfdruckes wechselbare Kartenmodi: Detailzoom und Überblick mit jeweils konfigurierbarer Darstellung
  • Track Autosplit: keine sinnlosen verwirrenden Luftlinienverknüpfungen zerlöcherter Tracks, stattdessen automatisch neues Tracksegment
  • Schnelle Aktivierung des Loggings: kein Wühlen in Submenüs um das Logging ein- oder auszuschalten
  • Untermenü für die Fahrzeugsensoren: hier sind vormals wild verteilte Einstellungsmöglichkeiten zusammengefasst. Zusätzlich gibt es neue Einstellungsmöglichkeiten für den Drehzahlsensor, der bei mir allerdings nach wie vor nicht die Wunschwerte zu liefern scheint
  • GPX Kompatibilität: der Voyager importiert nun anstandslos GPX Files direkt aus dem Garmin Oregon. Mit der alten Firmware weigerte er sich, dies zu tun, weil ihm die Garmin XML Präambel zu lang war. Das ist eine für mich sehr wichtige Verbesserung.
  • Download Beispieltrack vom Voyager
  • Darstellung des Beispieltracks auf GPSies.com
  • Darstellung des Beispieltracks auf Googlemaps

Dieses Trail-Tech GPS-Motorradcockpit wurde durch die neue Firmware erheblich aufgewertet. Wer an sowas interessiert ist, sollte unbedingt beim Kauf bereits darauf achten, ein Gerät der neuen Firmwarelinie 2 zu kaufen!

Apr 282012
 

Seit ich endurofahre, hat sich eine Sache nicht geändert: das Gefrickel bei der Montage von Acerbis Plastik-Hebelschützern. Für jedes der zahllosen unterschiedlichen Systeme und jeden Lenker braucht man irgendein bestimmes Montagekit, das so gut wie niemals im Standard-Lieferumfang der durchaus teuren Teile enthalten ist. Jedes Zubehörteil will sorgsamst ausgewählt und bestellt werden und passt dann doch nicht. Ich war der Meinung, die Hebelschützer an meiner WR250R wären Acerbis Rally Pro Teile. Zumindest die Bilder bei diversen Versendern legten dies nahe. Deshalb wurden nun entsprechende Wind-Spoiler gegen kalten Wind und Regen bestellt. Derartige Handschützer haben sich bei mir immer bewährt. Es ist mir viel lieber als Heizgriffe, da man wirkungsvoll verhindern kann, dass Handschuhe durch Regen und/oder kalten Wind nass werden und die Hände dann zwangsläufig eiskalt werden lassen.

Wie dem auch sei, die gelieferten Plastikspoiler (EUR 15.-) passten nicht ansatzweise, also nicht mal entfernt, was mich nicht weiter überrascht hat. Mir fehlte aber jedweder Antrieb, irgendetwas umzutauschen oder in geschäftige Forschungen zu verfallen, was man nun tun solle.
Vielmehr habe ich diese schwarzen Spoiler unter Missachtung der mitgelieferten noch am groben Rohling hängenden Plastikbuchsen radikal direkt an den weissen Hebelschützern “angedübelt”. Sprich: vorgebohrt und mit den mitgelieferten Plastikschrauben stumpf verschraubt, so daß die Dinger keine andere Wahl hatten, als sich der Form der Hebelschützer anzupassen. Funzt. Hält. Man könnte auf der Suche nach einer sauberen Lösung total bekloppt werden, oder aber man macht es so wie ich, und aus.

Apr 252012
 

Streetstepper Sport

Der Streetstepper ist endlich wieder benutzbar


Seit dem Defekt meines Streetsteppers ist gut ein Monat vergangen. Der Hersteller hat sich den Defekt und das Fahrzeug genau angeschaut. Heute schließlich kam der Stepper mit einigen Neuteilen zurück. Nach der abendlichen Endmontage und der Remontage meiner Beleuchtungsanlage war eine sofortige nächtliche Testrunde unverzichtbar. 33km bei Sternenhimmel teilweise direkt am Inn entlang, ein Genuss. Der Streetstepper ist und bleibt für mich ein superangenehmes Trainingsgerät und schlägt in Bezug auf Fahrspass bei solchen Trainingsrunden meine normalen Fahrräder.

Apr 192012
 

Heute ist das Giant Loop Gepäcksystem direkt von endorange.at gekommen. Das schlauchförmige 30l Gepäcksystem läßt sich sehr schön an der WR250R montieren. Insbesondere auch die hinteren Halteklammern passen perfekt an den Heckkotflügel. Die Verzurrgurte können um den Rahmen geschlungen werden, so daß man praktischerweise ohne Soziusfussrasten fahren kann. Das ganze System ist relativ leicht. Es hat drei Innentaschen, zwei Tuben irgendeiner Versiegelung sowie ein Hitzeschutzblech im Lieferumfang. Letzteres benötige ich für das Fahrzeug garnicht.

Apr 172012
 

Wenn man eine Enduro auf kleine Supermotoräder stellt, kann es zu dem einen oder anderen ungewollten Fahrwerksphänomen kommen. Eine typische Situation ist der Verlust des neutralen Einlenkverhaltens. Wenn der Lenker bei Schräglage bzw. Kurvenfahrt einzuklappen scheint und man korrigierend gegensteuern muss, gibt es bei der WR250R einfache Abhilfe:


Man senkt das Heck ab. Das ist bei der WR250R sehr einfach möglich, denn das Federbein bietet an der unteren Aufhängung extra eine Justagemöglichkeit. Sowas sollte man wissen. Siehe Kommentare bei Bild 1 (anklicken!).
Das Heck wird dadurch wirksam und deutlich abgesenkt. Da man ein kleineres Hinterrad fährt, bleibt dennoch genug Platz zum Einfedern. Die aufgrund der kleinen Vorderrades ungewollt stark nach vorne gekippte Lage des Fahrzeugs wird korrigiert, das Einlenkverhalten ist wieder neutral. Haut super hin und bedeutet mehr Fahrfreude. Bild 2 lässt erahnen, dass das Heck nun nicht mehr so steil aufragt, und die Sitzlinie angenehm flach nach hinten verläuft. Das bedeutet auch besseren Sitzkomfort und eine leicht verminderte Sitzhöhe.

Die WR250R war heute beim 20.000er Kundendienst. Ich habe auch eine Ventilspielkontrolle beauftragt, die lt. Serviceplan erst bei 40.000km nötig wäre. Grund war, daß es mehrere Berichte in den Foren gab, wo beim 40.000er Service ein Ventilspiel weit ausserhalb der Toleranz festgestellt worden war. Nichtsdestotrotz, bei meiner WR war alles in Ordnung. Es musste nichts nachgestellt werden. Sie ist und bleibt die beste Dualsport am Markt.

Apr 142012
 

Yamaha WR250R Dualsport Enduro mit Supermotoumbau

Yamaha WR250R Dualsport Enduro


Nach dem Verkauf meiner Tenere und des praktischen PCX Rollers muss bis auf weiteres die WR250R für alles herhalten, und das heisst u.a.: täglich 130km Pendelstrecke zzgl. gelegentlich Fahrten auf Enduro-Trainingsstrecken samt Anfahrten und anderweitige allfällige Fahrten. Die WR ist ein Motorrad, mit dem man all dies bei sehr guter Wirtschaftlichkeit machen kann. Allerdings möchte ich für die langen Pendelfahrten nicht auf den Supermotoradsatz verzichten.
In Bezug auf das genussvolle Fahren mit Touringkomfort sowie wahlweise auch eine ambitioniert-lässige Einsatzweise des grossen Einzylinders mit dem WP Fahrwerk kann die WR250R der Tenere nicht am Zeug flicken. Die WR250R ist im Vergleich ein Rasenmäher. Aber sie bietet etwas anderes: die Leichtigkeit und Sorglosigkeit einer unverwüstlichen sehr schmal gebauten 130kg Enduro. Und dieser Eindruck erleichtert den Abschied von der Tenere.

Es wird jedoch nicht bei der WR250R allein bleiben. Dazu fahre ich zu viele Kilometer im Jahr. Die beiden verkauften Fahrzeuge werden durch ein neu anzuschaffendes Motorrad ersetzt: die neue Honda NC700X.

Honda NC700X

Honda NC700X aus Fahrerperspektive


Auf den ersten Blick ist die NC700X kein aufsehenerregendes Motorrad, und die Daten auf dem Papier allein sind ebenfalls nicht ausreichend, um sich dafür begeistern zu können. Begeistert war ich nach einer Probefahrt. Es ist ein sehr smartes und gefälliges Motorrad, bereits ab Werk frei von technischen Schwächen und mit einigen technisch interessanten Features. Es ist kein Offroadtourer, kein Adventurebike im Sinne der Tenere und auch kein kerniger Einzylinder, aber als Asfaltmotorrad und trotz des von den Daten her zahm wirkenden Zweizylinders ein echter Spaßbringer für auffallend wenig Geld. Ein technisches Sahnestück ist das Doppelkupplungs-Automatikgetriebe sowie das verbaute ABS. Die Ergonomie passt mir wie massgeschneidert, das Fahrverhalten ist sehr angenehm und unkompliziert. Obwohl ich mit reinen Straßenmotorrädern bisher nicht viel anfangen konnte, fühlt sich dieses Motorrad augenblicklich perfekt an. Zudem ist es sehr praktisch konstruiert und bietet wirtschaftlichen Betrieb im Hinblick auf Serviceintervalle, Haltbarkeit und Spritverbrauch. Einziger Haken an der Sache: das Fahrzeug ist ausverkauft. Ich muß bis auf weiteres warten, womöglich monatelang. Einen Liefertermin gibt es nicht. Und bis dahin heisst es wie schon in den Zeiten mit dem Tricker in der Garage: eine für alles.

Apr 122012
 

Leider kam es gegen Ende März 2012 beim Streetstepper zu einem überraschenden Ausfall während einer Trainingsfahrt. Der linksseitige Deckel der Antriebsratsche, auf dem der Exzenter befestigt ist, brach aus. Es handelt sich um ein gefrästes Aluminiumteil, und ein Gussfehler o.dgl. kann also ausgeschlossen werden. Aufgrund dieses Bruches fiel das linke Pedal auf den Anschlag durch. Die Zugfeder der Rückholschnur ging verloren. Aufgrund der plötzlichen Entspannung des Seils dürfte sie davongeflogen sein. Das Fahrzeug hatte einen Kilometerstand von etwa 900 und wurde immer bestimmungsgemäss genutzt. Der Streetstepper funktionierte ausgezeichnet, und die Konstruktion macht einen ausgereiften und extrem robusten Eindruck. Warum dieser Defekt zu einem so frühen Zeitpunkt auftrat, wird hoffentlich der Hersteller klären, der mir eine kundenfreundliche Kulanzregelung zusicherte.
Der Stepper war nach dem Defekt übrigens noch eingeschränkt benutzbar. Man konnte rechtsseitig weitersteppen.

Streetstepper mit begrochenem Antriebsratschendeckel

Das Teil ist aus Aluminium gefräst

Im Hinblick auf einen möglichen mehrtägigen Touringeinsatz hoffe ich, daß sich ein solcher Schaden nicht wiederholt, da es ein unterwegs nicht beschaffbares Spezialteil betrifft.