Der Umbau das Big Dummy von Alfine auf NuVinci Nabe ist nahezu fertiggestellt.
Bei der Gelegenheit wurde im Rahmen notwendiger Verschleissbehebungen der sehr gute aber leider zerbrochene Sportsalute Competitione Sattel gegen den Komfortsattel von Selle Italia Max Flight ausgetauscht.
Vor allem steht das Rad nun auf neuen Schwalbe Big Apple Leicht-Drahtreifen mit leichten Schläuchen. Hierdurch spare ich beträchtlich an Gewicht ein gegenüber der vorherigen Ausstattung mit Snafu Knob Job und schweren dicken Maxx DH-Schläuchen. Ein Teil des NuVinci Mehrgewichts wird so an massgeblicher Stelle wettgemacht, und diese Rechnung geht auf. Ich messe aktuell 20,1kg (NuVinci Ausstattung + SON 28 Disk + Komfortsattel) incl. der alten Antriebskette gegenüber vormals 19,5kg (Alfine-8 Ausstattung mit dem leichteren SON 20R Dynamo sowie Sportsalute Sattel). Darüberhinaus laufen die Schwalbe Reifen erheblich leichter als die alten Knob Job Reifen. Rüste ich das Fahrrad doch wieder mit dem leichteren SON 20R Vorderrad aus, so bleibt das Gesamtgewicht unter 20kg.
Es fehlt nurmehr die passende Antriebskette. Die vorgesehene Wippermann Connex 808 (3/23″ breit), eine sehr gute haltbare Kette, konnte nicht verbaut werden, da sie minimal zu schmal für das breite NuVinci Ritzel ist und die Laufeigenschaften daher mangelhaft waren.
Die neuen Bremsscheiben müssen sich nun mit den Belägen etwas einbremsen und die Sättel dann nochmals nachjustiert werden. Dann sollte der NuVinci Experience nichts mehr im Wege stehen. Inzwischen wurde ich allerdings von externer Seite überredet, auch am Vorderrad die braune Felge gegen eine weiße zu tauschen. Man hat ja sonst nichts zu tun.

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Die Umrüstung ist im wesentlichen abgeschlossen. Siehe Kommentare bei den Bildern (Anklicken!). Zu tun verbleibt noch die Montage neuer Reifen sowie eines 20er Ritzels (statt dzt. 18Z) und das Einfahren und Korrigieren der neu verbauten Komponenten während der ersten Fahrten.


Einige Auffälligkeiten:

  • Mein alter Alfine Kettenspanner war nicht für die NuVinci Kettenlinie (ca 49mm vs. 42mm) brauchbar. Man hätte zu viele Unterlegscheiben gebraucht, so daß nicht mehr genug Gewindegänge ins Schaltauge eingeschraubt werden können.
  • Leichtgängigkeit: die NuVinci Nabe ist mit gewogenen 2,5kg ein Schwergewicht. Der erste subjektive Eindruck bei Montage und Einstellarbeiten ist, daß das Hinterrad merklich schwerer läuft als mit der Alfine 8-Gang Nabe. Brauchbare Aussagen darüber werden erst nach längeren Testfahrten möglich sein.
  • Schaltbarkeit: man kann stufenlos schalten durch Drehen am Schaltgriff. Allerdings ist dies nicht ganz wiederstandsfrei. Gelegentlich ist der Griff schwergängig. Dann muß man leicht mittreten (bzw. im Stand warten bis man anfährt).
  • Handhabung: die Nabe läuft lautlos und ist einwandfrei einzubauen bzw. einzuspeichen, auch wenn alles aufgrund des enormen Gewichtes etwas mühsamer als gewohnt ist. Der Ausbau des Hinterrades ist allerdings doch nochmal um einiges fummliger als es bereits mit der Shimano Alfine Nabe war.
  • Kette/Ritzel: NuVinci spezifiziert Ketten mit einer Breite von 3/32″. Nichtsdestotrotz funktioniert beispielsweise eine Wippermann Connex 808 Kette (3/32″ breit, 6-8 fach Kettenschaltung) nicht sauber, da sie etwas zu schmal für das NuVinci Ritzel ist und somit nicht sauber in die Zähne einläuft. Auf Empfehlung des Händlers teste ich das nun mit einer KMC Z1 RB Kette. Wenn es etwas teurer sein darf, könnte man die KMC X1 Kette (auch 3/32″ breit) verwenden.
  • Übersetzung: um das Fahrrad hinreichend kurz übersetzen zu können, muß man hart an der Maximalbelastbarkeit der Nabe lt. Spezifikation bleiben. Mit 34/18 scheint es mir noch minimal zu lang übersetzt. Daher gehe ich nun auf 34/20, was knapp ausserhalb der Spezifikation ist, allerdings verwende ich sehr kurze (160er) Kurbeln, die das wieder geraderücken.
  • Einspeichen: Der Hersteller empfiehlt 2-fach gekreuztes Einspeichen bei 26″ Laufrädern, und das hat seinen Grund. Ich musste aufgrund nicht verfügbarer kurzer schwarzer Sapim Force Speichen (225mm) 3-fach gekreuzt einspeichen. Das geht zwar problemlos, allerdings entsteht bei den Nippel-/Speichenübergängen trotz Verwendung von Sapim Polyax Nippeln ein sichtbarer Knick wegen des nicht rechtwinkligen Austrittswinkels der Speichen aus der Felge. Das ist in Bezug auf die Haltbarkeit suboptimal. Verwendet wurden 248mm Speichen. An den Speichenköpfen habe ich Messingunterlegscheiben verwendet. Evtl. wird bei Verfügbarkeit kurzer Speichen in der gewünschten Spezifikation das Hinterrad 2-fach gekreuzt umgespeicht.
  • Erstmals habe ich mit der Spank Subrosa Evo Felge das Nachfolgemodell der bisher immer verwendeten Spank Subrosa Felge gewählt. Die Evo Version ist schöner verarbeitet, kommt mir sogar subjektiv etwas leichter vor und hat einen sauber gemachten Felgenstoß statt des grob vernieteten alten Felgenstosses.
  • Wie schon bei der Alfine Nabe bieten die Surly Ausfallenden den Verdrehsicherungsringen wenig Gegenhalt

Zu dieser Ausrüstung wird es in der nächsten Saison sicherlich viel zu schreiben geben. Ich bin selber sehr gespannt, wie sich die NuVinci in der Praxis und insbes. auch bei längeren Fahrten verhält. Lesenswerte Berichte finden sich im Long Walk to Green Blog und bei Scheunenfun.de.

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SON 20R centerlock front wheel installed at Big Dummy

Über den Winter 2011/2012 erfülle ich mir einen lange gehegten Wunsch. Das altbewährte Surly Big Dummy Reise- und Transportfahrrad wird von der ebenfalls bewährten Shimano Alfine 8-Gang Nabe umgerüstet auf die NuVinci N360 CVP Nabe (Link zu technischem PDF Dokument). Dies ist eine geniale Schaltnabe mit einer stufenlosen Übersetzungsbandbreite von 360%, wohingegen die Alfine 8-Gang Nabe nur eine Bandbreite von 307% bei diskreten Schaltstufen mit sehr unregelmäßigen Abständen in der Entfaltung hat. Zudem ist die Nuvinci Nabe konstruktionsbedingt belastbarer und haltbarer als die Alfine Schaltnabe. Dazu sei aber angemerkt, daß sich meine drei Alfine Naben in Bezug auf Haltbarkeit und Belastbarkeit bisher sowohl im MTB Einsatz als auch beim Touring mit Gepäck seit Jahren einwandfrei verhalten.

Ich werde nun das bisherige Alfine 8-Gang Hinterrad des Big Dummy Longtail Rades ausspeichen und die solide Spank Subrosa Felge mit der NuVinci Nabe neu verspeichen. Es ergibt sich eine um 4mm reduzierte Speichenlänge. Da ich die alten Sapim Force Speichen nach 10.000km nicht für das Lastenrad recyceln möchte (wozu ich sie kürzen müsste), selbst wenn sie noch gut sind, habe ich wieder bei T&S angefragt, wo man mir wie immer exzellent weiterhilft und aus verfügbaren 252er Force Speichen die erforderlichen 248er macht. Das erspart mir mind. 2h mühsame Handarbeit mit meiner Cyclus Speichengewindewalzmaschine, und ich habe ein stabiles Laufrad mit nagelneuen Speichen. Wie schon mehrfach in diesem Blog geschehen, bedanke ich mich erneut bei T&S für den tollen Service.

Dass die NuVinci Nabe in den Big Dummy Rahmen hineinpasst (was in Bezug auf die Schaltzugansteuerung ja nicht selbstverständlich ist), entnehme ich diesem Picasa Webalbum. Eine Einbauanleitung findet man auf dieser Webseite.

Im Zuge dieser Umrüstung werde ich auch das neuere Vorderrad mit dem kleinen leichten SON20R Nabendynamo gegen das ältere (zuerst gebaute) Vorderrad mit SON28 tauschen. Statt der Centerlock Bremsscheiben werden 6-Loch Scheiben von Shimano verbaut. Die Transaktion liefert neben einem etwas schwereren Big Dummy mit genialer Schalttechnik folgende lose Teile: eine einwandfreie Shimano Alfine 8-Gang Nabe (32 Loch) sowie einen SON 20R Centerlock Nabendynamo (32 Loch), letzterer eingespeicht in einem Spank Subrosa Laufrad. Solche Teile kann man immer mal brauchen.

Update:


Die Aktion beginnt. Kommentare bei den Bildern. Der gesamte Antriebsteil wurde demontiert, zerlegt, gereinigt (dringend nötig, da waren sicherlich zahlreiche rein dreckbedingte Watt an Verlustleistung vorhanden). Die alten Laufräder sind in perfektem Zustand und werden entgegen der ersten Idee nicht zerlegt. Das NuVinci Hinterrad wird aus neuen Komponenten aufgebaut, ohne etwas zu recyceln. Kette (2 x Wippermann Connex 8-fach), Kettenblatt (TA Specialites Syrius 34Z., LK 110mm) und Alfine Ritzel (20Z) waren nach 9000km mit Touren- und Transportradbelastung noch bemerkenswert gut, werden aber bei dieser Gelegenheit ausgetauscht gegen Neuteile. Das erste Bild zeigt bereits das neu montierte (alte) Vorderrad mit SON 28 Disk. Es fehlt aber noch die passende 6-Loch Bremsscheibe. Das Fahrrad erhält bei dem Umbau auch neue Griffe. Demnächst werden zudem neue Reifen fällig. Diesbezüglich bin ich noch unschlüssig, werde aber wohl auf etwas schmälere leichtere und leichtlaufendere Reifen zurückgreifen. Der Alfine Kettenspanner muß gegen einen einstellbaren Spanner ausgetauscht oder modifiziert werden, da er für die breite Kettenlinie der NuVinci Nabe nicht tauglich ist. Pantherbike bietet NuVinci Pedelecs mit Alfine Kettenspanner an. Ich vermute, hier wurde ein längerer Haltebolzen am Kettenspanner verwendet.

Die NuVinci Nabe kann im Big Dummy Rahmen einwandfrei montiert werden, auch wenn es knapp zugeht. Hauptproblem ist wie bereits bei der Alfine, dass für die Verdrehsicherungsringe sehr wenig Gegenhalt in den knappen vertikalen Ausfallenden vorhanden ist. Die Schaltzugansteuerung wurde gemäß der vorhandenen Skala von 0-90 etwa auf den Winkelwert 100 ausgerichtet, damit die Schaltzüge an der verlängerten Sitzstrebe entlanggeführt werden können.

Tip: Die Schaltzugumlenkung an der Nabe ist ihrerseits ein Mini-Planetengetriebe und zerfällt bei der Demontage leicht. Man hat dann diverse kleine Zahnrädchen in der Hand und muß alles wieder zusammensetzen. Das ist nicht schwierig, aber man sollte so lange dran arbeiten, bis es wieder absolut leichtgängig ist. Ich mußte die Einheit dazu in drei Teile zerlegen, da allein das Wiedereinsetzen der kleinen Planetenräder in die zweigeteilte Einheit zu einem sehr schwergängigen Ergebnis geführt hatte.

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Mit einem am Fahrradlenker zu befestigenden Schwanenhals, den ich von einem uralten Medion Navi übrig hatte und mit einer universell einsetzbaren 4 Krallen Klickplatte und etwas Klett habe ich nun billig eine praktische Fahrradhalterung für das Xperia Active zusammengesetzt. Der Vorteil dabei ist, dass das Smartphone mitsamt der Silikonschutzhülle angebracht ist und am Schwanenhals gegen harte Vibrationen und Schläge gedämpft ist.
Zum Musikhören unterwegs habe ich nun noch den winzigen Raikko Bluetooth Empfänger gekauft, welcher dank eines eingebauten Akkus auch am Fahrrad funktioniert, sowie Freisprechmöglichkeiten und echte Steuerungstasten für Musik und Freisprechen (mit Handschuh bedienbar) bietet.

Zum Smartphone selber wäre noch zu sagen, dass ich es inzwischen am Fahrrad mit Oruxmaps und Navdroyd (Cloudmade) ganz brauchbar betreiben kann. Es sind noch nicht alle Themen 100% befriedigend gelöst, aber die bei der ersten Fahrt befundene enorme Umständlichkeit hat sich teilweise gebessert.
Den Gedanken, es auch am Motorrad als Navi zu verwenden habe ich mir allerdings abgeschminkt. Dazu ist das Gerät zu klein und zu schwierig und fummlig bedienbar. Am Motorrad braucht man etwas deutlich gröberes und weniger feinfühliges. Hier bleibt das Garmin Oregon auf jeden Fall das Gerät erster Wahl. Wenn es allein darum geht, zuverlässig, schnell und einfach Navigationsaufgaben zu erfüllen ohne dabei zu nerven, dann ist das Oregon im Vergleich zum Smartphone ungeschlagen.

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Smartphone Xperia Active provisorisch am Streetstepper montiert

Smartphone Xperia Active provisorisch am Streetstepper montiert

Das Android-Outdoor-Smartphone Xperia Active von Sony Ericsson überzeugt als superkompaktes robustes Smartphone voll. Auf so etwas habe ich lang gewartet. Wer ein kleines und dabei sehr leistungsfähiges und gut ausgestattetes wasserfestes Android-Phone mit eigenständiger und sehr praktischer Form sucht, liegt 100% richtig mit diesem Gerät. Das Gerät begeistert mich von meinen bisher genutzten vier Android Smartphones (bis auf dieses waren alle Dienstgeräte) mit Abstand am meisten.

Ein wichtiger Kaufgrund war der Wunsch, an den mit USB Lademöglichkeit ausgestatteten Fahrrädern genau ein Gerät für alles mitzuführen, sei es für Trainingszwecke oder aber beim Touring: multifunktionales GPS, Navigation, Musikabspielgerät, Fotoapparat für gelegentliche Schnappschüsse, Handy, Webbrowser und Mailtool fürs Hotel-Wifi. Dabei hat es das Smartphone mit dem zuverlässigen und geschätzten Garmin Oregon samt 2012er City Navigator und ANT+ Pulsgurt-Empfang aufzunehmen. Mit Einschränkungen war zu rechnen. Dass es sich so umständlich gestaltet, wie beim heutigen Erst-Test, hatte ich nicht erwartet. “Eines für alles” ist womöglich schwierig realisierbar.

Im folgenden fasse ich die im Erstversuch aufgefallenen Punkte zusammen. Ich werde ggfs. Lösungen für die gelisteten Probleme im Artikel ergänzen, sofern ich welche finde. Also schaut bei Interesse gelegentlich wieder rein. Der Artikel wächst mit meinem Erfahrungsstand.

Meine primäre Aufgabenstellung:

  1. GPS Tracking: Aufzeichnung und/oder Nachfahren vorgegebener GPX-Tracks auf ausreichend gutem Onboard-Kartenmaterial von mind. Deutschland, Österreich, Italien, Slovenien; alle wichtigen Kartenfunktionen wie Zoom, Pan, eigene Wegpunkte.
  2. Pulsmessung, Anzeige, Aufzeichnung im GPX Track
  3. Navigation per automatischem (Fahrrad-)Routing für innerstädtische Situationen sowie bei ungeplanten Strecken oder Abkürzungen
  4. MP3 abspielen, ggfs. wenn nötig weitere Telefonaktionen bzw. Smartphoneeinatz
  5. Zumindest die für den Fahrradeinsatz typischen Funktionen aus obiger Liste sollten durch möglichst wenige Android Apps erfüllbar sein, idealerweise genau eine App für GPS und ANT+ sowie den MP3 Player.
  6. Ausreichender Bedienkomfort

Sehr schnell wurde klar, daß mindestens die letzten beiden Punkte naive Wünsche sind. Der erste Testeinsatz war ein ziemlich mühsames Gehampel mit dem Gerät. Es besteht großer Verbesserungsbedarf meiner Konfiguration und meiner Bedienkompetenz.

  • Bedienung: man sollte vorher wissen, dass für die Bedienung eines Touchscreen-Smartphones Spezialhandschuhe nötig sind. Hat man nur normale nichtleitende Langfinger-Radhandschuhe, und verfügt man auch nicht über ein Touchscreen-Würstchen im Gepäck, so muss man für jede Aktion am Smartphone einen Handschuh ausziehen. Grossartig. Es war mir bekannt und ich hatte für den ersten Test keine Lösung parat. Nervt natürlich extrem. Abhilfe gibt es mittels Handschuhen wie den Chiba Rain Touch, siehe auch hier, oder bei weniger sportlichem Einsatz auch solche Handschuhe. Alternativ kann man vorhandene Handschuhe umarbeiten, entweder durch ein kleines Loch vorne beim Bedienfinger oder durch Aufnähen geeigneter Flicken, die man erstmal besorgen muß.
  • Display: bei der ersten Testrunde ist es mir nicht gelungen, eine passende Display-Anzeigedauer einzustellen. Die systemseitige Einstellung wurde zwar auf 30 Minuten hochgedreht. Dennoch hat das Display immer wieder dunkelgeschaltet, und meine Einstellung wurde offenbar vom Telefon selbst oder von einer App auf 2 Minuten reduziert. Ursache unbekannt. Die applikationsseitigen Einstellungen der Displaybeleuchtungsdauer in IMapMyFitness+ waren ebenfalls nicht zielführend. Das Display sperrte sich immer wieder. Ziel wäre eine Anzeigeeinstellung, die dem Garmin Oregon Batteriesparmodus entspricht. Display wird nach einstellbar vielen Sekunden dunkel. Bei Antippen (unvermeidlicherweise mit Spezialhandschuh) hat man sofort wieder volle Helligkeit, und zwar ohne unnötige Unlockingprozedur. Für dieses Problem musste ich eine Lösung suchen.
    Update: inzwischen habe ich festgestellt, dass zumindest bei Verwendung von Oruxmaps eine akzeptable Lösung existiert. Oruxmaps hat in der eigenen Konfiguration unter ‘Applikation’ die Einstellmöglichkeit ‘Bildschirm aktiv’, welche das Display im Tracklog Modus aktiv hält. Man kann zusätzlich einstellen, ob das Display hell beleuchtet bleiben oder zum Stromsparen gedimmt werden soll.
    Übrigens gibt es auch bei den Android-Applikationseinstellungen im Developer-Submenu eine Einstellung, die die Displaysperre während des Ladens unterbindet. Ich habe es noch nicht getestet, aber das würde im Optimalfall heißen, daß das Smartphone bedienbar bleibt, solang es unterwegs am Bikecharger angeschlossen ist, was bei längeren Touren bei mir der Fall sein wird.
    Eine interessante Applikation in diesem Zusammenhang ist No Lock. Damit kann man den Sperrriegel deaktivieren. Das Display kann allein durch Druecken einer Hardwaretaste am Telefon aktiviert werden. Das geht dann sogar ohne Touch-Handschuh. Zu diesem Thema verweise ich auf die hilfreichen Kommentare einiger Leser mit sehr guten Tips (siehe ganz unten am Artikel). Das Problem ist insofern für alle Fälle lösbar.
  • ANT+ Integration: Mit dem ANT+ Nahfunkstandard kann das Xperia Active diverse Sensoren wie Pulsfrequenzsensor, Tretfrequenz u.v.m. auslesen. Das ist soweit ein erstklassiges Feature dieses Telefons. Der Empfang von meinem preisgünstigen Ciclosport Blue Eye III Gurt klappt hervorragend. Soweit keine Einwendungen. Leider ist das ANT+ Interface nicht in die Bedienoberfläche des Telefons integriert, sondern wird über entsprechende Applikationen ausgelesen, auf die man bei Bedarf angewiesen ist. Und da wird es dünn. Die vorinstallierte iMapMyFitness+ App kann es. Leider ist die App so konfiguriert, dass sie die Pulsfrequenz nicht im Grundzustand anzeigt. Man muss also erst herauskriegen, wie man an diese Anzeige kommt, was mir während der Testrunde nicht gelang. Inzwischen habe ich den Trick doch noch entdeckt: Antippen der Anzeigefelder im Datenpanel zur Umkonfiguration des anzuzeigenden Wertes. Ich konnte bisher noch nicht feststellen, ob die Pulsfrequenz im später direkt aus dem Smartphone in das Mapmyfitness Trainingsportal exportierten GPX Track enthalten ist. Interessant ist das konfigurierbare regelmäßige Sprachfeedback, welches vermutlich vorwiegend für Lauftraining gedacht ist, aber leider nicht sehr reichhaltig ist.
    Ich bin dann während der Testrunde auf Oruxmaps als Trackingsoftware umgestiegen, da diese ebenfalls ANT+ Funktionen in den Menüs anbietet und Offline-Karten verwenden kann. Dummerweise weigerte sich Oruxmaps während der Fahrt nach dem Applikationswechsel auf das ANT+ Interface zuzugreifen, da es offenbar noch von iMapMyFitness+ belegt war, welches ich beendet hatte. Inzwischen läuft das aber doch, Oruxmaps kann den ANT+ Brustgurt auslesen und die Werte anzeigen. Positiv!
    Geärgert habe ich mich, als ich feststellen musste, dass das Aktivieren des Flugzeugmodus (zwecks Stromsparen, und weil Telefonnetzempfang während der Runde unerwünscht war) den ANT+ Empfänger deaktiviert. Das mag technisch korrekt sein im Sinne von Mitnahme im Flugzeug, aber hier sollte es eine zusätzliche Konfigurationsmöglichkeit für diesen Fall geben.
    Es gibt übrigens noch weitere Trainings-Apps, welche ANT+ Sensoren unterstützen. Beispiele sind Google MyTracks und die empfehlenswerte Endomondo App, mit der ich noch experimentieren werde. Die grundsätzlich ähnliche Runtastic App für Android unterstützt dagegen leider nur Bluetooth-Sensoren in der kostenpflichten Pro Version, soweit ich es aus entsprechenden Foren entnehmen kann.
  • GPS-Tracking: iMapMyFitness nutzt zur Visualisierung des Tracks Onlinekarten. Dies ist mindestens im Ausland unerwünscht, somit für Urlaube und grenznahe Touren keine Option. Man kann auch ohne Kartendarstellung tracken, aber hat dann keine Orientierung. Die Applikation ist aus diesem Grund leider sehr eingeschränkt. Man kann zwar den entstandenen Track ganz toll sofort in das mapmyfitness Portal sowie in die gängigen social networks hochladen, aber das allein macht die App für mich nicht brauchbarer.
    Ein guter GPS-Tracker ist Oruxmaps. Diese Applikation arbeitet u.a. mit den ausgezeichneten kostenlosen Mapsforge Vektorkarten sowie wahlweise mit vielen anderen Offline- und Onlinekartensystemen. Die Verwendung von Mapsforge-Karten ist hier sehr gut beschrieben. Die Applikation ist leistungsfähig und erfüllt die gängigen Erfordernisse für die Verwendung von Tracks in jeder Art und Weise. Es gibt z.B. die Möglichkeit, akustisches Feedback bei verschiedenen Ereignissen (Verlassen der Route usw.) sowie Sprachfeedback zu konfigurieren. Darüberhinaus ist Oruxmaps in der Lage, das ANT+ Interface sinnvoll zu benutzen und Werte anzuzeigen. Den hardwareseitig am Telefon ausgeführten Lautstärkeregler kann Oruxmaps für den Kartenzoom nutzen, wenn man das will. Ich musste das allerdings abdrehen, da ich Musik laufen hatte, die ich über diesen Regler dimmen können wollte.
    Die erstellten GPX Tracks enthalten die Pulsfrequenz, allerdings nicht als Zusatzattribut in den Trackpoints, sondern gesammelt als Oruxmaps Extension in einem eigenen Tag nach allen Trackpoints. Zudem ist mir aufgefallen, daß Oruxmaps die Pulsaufzeichnung irreversibel stoppt, wenn man während der Aufzeichnungsrunde ein Waypoint-Routing zuschaltet (ohne dabei das Tracksegment zu wechseln). In dem Moment wo das Routing aktiv wird, ändern sich die Anzeigewerte auf routingspezifische Daten, die Pulsfrequenzanzeige ist weg (wird aber akustisch weiter angesagt!) und das ANT+ Interface scheint abgedreht zu sein lt. der Android-Infoleiste. Es lässt sich auch durch Beendigung des Routings nicht mehr reaktivieren. Das ist unschön. Folgt man allerdings von Beginn an einem vorhandenen Track, dann funktioniert es ausgezeichnet. Es werden sowohl die Daten über die verbleibende Strecke angezeigt, als auch die Pulswerte. Der resultierende Track ist vollständig.
    Sehr praktisch ist das Oruxmaps Feature, den Track direkt per Mail an eine konfigurierbare Mailadresse zu senden. Man kann den Track auch nach Wunsch in verschiedene Webapplikationen laden und ihn dort entsprechend auswerten.
    Dieses Programm empfehle ich als Trainings- sowie track-geführter Touringlösung mit dem Xperia Active, wenn man sich mit den unzähligen Konfigurationseinstellungen mal befasst hat. Oruxmaps besitzt leider keine Möglichkeit für automatisches Routen, falls dies während einer Fahrt nötig wäre. Verwendet man dynamische Kartenausrichtung in Fahrtrichtung o.dgl., so kippen die Beschriftungen in der Karte leider mit der Karte mit, was ich sehr störend finde. Darüberhinaus ist der Oruxmaps 3D-Anzeigemodus soweit ich bisher gesehen habe nicht wirklich brauchbar gemacht verglichen mit dem “Automodus” des Garmin Oregon, bei welchem den Track sehr gut sichtbar perspektivisch vor einem ausgelegt wird. Diese Darstellungsweise hat sich bei mir sehr bewährt, vermeidet Navigationsfehler und ist beim Fahren insgesamt sehr angenehm.
    Gespannt bin ich nun auf die angekündigte upmove Android App, die einen ähnlichen Funktionsumfang wie Oruxmaps verspricht, also insbes. auch mit Offline-Karten funktioniert. Autorouting ist leider auch in dieser App nicht integriert.
    Die supereinfach bedienbare Kombination von GPS-Tracking und bei Bedarf adhoc Routing ohne Wechsel zwischen irgendwelchen Applikationen ist eine der von mir vielbenutzten großen Stärken des Garmin-Konzeptes, die ich beim Smartphone bisher sehr vermisse.
  • GPS-Navigation mit automatischem Routing: für diesen Zweck gibt es zahlreiche Applikationen. Getestet habe ich Sygic Aura, welches soweit funktioniert hat, als App kostenlos ist, und dessen Tomtom Karten relativ preisgünstig sind. Es hat aber keinen Fahrradmodus. Man muss also nach Bedarf zwischen KFZ-Modus und Fussgaengermodus wechseln.
    Von der Bedienbarkeit her gefällt mir Appello Wisepilot ganz ausgezeichnet, jedoch braucht dieses Programm meinem Verständnis nach regelmäßig eine Datenverbindung, ist also mindestens im Ausland nicht verwendbar, trotz des speziellen Auslandsmodus zur Reduzierung der Datenmenge. Darüberhinaus fallen offenbar gewisse Abokosten an, jedoch habe ich mich darüber nicht mehr weiter informiert. Als Online-Navi-Applikation sicherlich sehr gut, zumindest was Bedienung und Geschwindigkeit angeht.
    Ein sehr guter Tip war das preisgünstige NavDroyd, welches mit direkt aus der Applikation downloadbaren Openstreetmap Karten arbeitet. Das Programm macht auf Anhieb einen schnellen, dabei gut bedienbaren und sehr funktionalen Eindruck, so dass ich in der nächsten Zeit erstmal damit testen werde, bevor ich teurere Programme bzw. Karten anschaffe.
    Nicht genauer getestet habe ich bisher Google Maps mit dem Kachel-Download. Mir ist der vorherige Download der kleinen Kartenkacheln für größere Touren (Urlaub) zu mühsam. Man kann zwar angeblich mit einer im heimischen WLAN vorbereiteten automatisch berechneten Route aufbrechen und die Strecke dann ohne weiteren Datenverkehr abfahren, aber das ist mir persönlich zu wenig flexibel und zu unsicher. Es stellt sich allein schon die Frage, was im Falle einer Betriebsunterbrechung passiert. Dann sind vermutlich Route samt gecachter Daten weg. Aber wie gesagt, dies habe ich nicht genauer getestet.
    Mir wäre nicht aufgefallen, daß eine dieser Applikationen nebenbei auch noch ANT+ Sensoren auslesen könnte, so daß man ohnehin in jedem Fall mindestes eine weitere Applikation nebenläufig betreiben müßte. Die vollintegrierte GPS Lösung a la Garmin mit allen Tracking- sowie (Auto-)Routing-Funktionen in einer Applikation bzw. Oberfläche und mit konsistenter Bedienbarkeit gibt es anscheinend nicht, und das macht es mühsamer als ich erwartet habe. Das Wechseln zwischen den Applikationen ist langwierig und man hat bei jeder App eine völlig andere Bedienung. Man benötigt unnötig viele Bedienschritte, um bei jedem Wechsel wieder in den gewünschten Modus der jeweiligen Applikation zu gelangen, falls diese nicht im Hintergrund unbehelligt weiterlief. Der Wechsel zwischen den Applikationen könnte u.U. Unterbrechungen in der Trackaufzeichnung verursachen. Man muss sich bei vielen Bedienschritten relativ genau überlegen was man tut, und wie man es tut.
  • Genug gelästert. Perfekt funktioniert hat die mobile Musikbox mittels des MP3 Players und des klangstarken X-Mini II Aktivlautsprechers. Letzteren müßte man gar nicht zwingend mitnehmen, denn das Xperia Aktiv verfügt trotz der Wasserfestigkeit über einen umwerfend guten und fülligen Klang allein schon durch den eingebauten Minilautsprecher. Das ist bemerkenswert. Der X-Mini Speaker sorgt aber erstens für mehr Bass im Klang, zweitens für eine bessere Akkureichweite am Telefon.
    Es sei auch die Kamera erwähnt, welche viele Einstellmöglichkeiten bietet und bei entsprechend korrekter Fokus- und Motiv-Einstellung einwandfreie Fotos für den Hausgebrauch (sprich: für meinen Urlaubs- und Tourenbedarf) liefert. Fotoapparat kann in meinem Fall somit zu Hause bleiben. Ein paar Tips zur Kamera findet man in diesem Thread bei android-hilfe.de, davon habe ich bisher aber keinen Gebrauch gemacht.

Erstes Fazit: ich würde zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen nennenswerten Betrag zahlen für eine Applikation, die die Nutzung von GPS Tracks im GPX Format sowie Autorouting in ein- und demselben Kartenmaterial unterstützt und einfach verfügbar und bedienbar hält, so wie Garmin das kann. Nebenbei sollten die vorhandenen ANT+ Sensorwerte einbezogen werden und anzeigbar sein. Diese Applikation suche ich noch. Derzeit ist man mit den heute von mir ausprobierten Apps unter meinen oben genannten Anforderungen deutlich von der einfachen und integrierten Funktionalität eines Garmin Oregon entfernt. Aber klar, das Garmin ist andererseits kein Smartphone.

Wer mit dem Lesen bis hier durchgehalten hat und mir durch entsprechende Hinweise auf Applikationen und Tricks sowie Bedienfehler meinerseits weiterhelfen kann, ist herzlich willkommen dies zu tun. Ich freue mich auf euren Input.

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Die australische Firma Pedalpower+ bietet schon seit langem interessantes Elektrik- bzw. Elektronikzubehör fuer Fahrräder an. In deren Europe-Shop kann man bei ca. 15 Eur Portokosten direkt bestellen. Besonders interessant finde ich das neue “Super-i-Cable” (SIC), welches eine akkugepufferte Konverterschaltung von (Naben-)dynamo auf USB ist. Es könnte also den von mir verwendeten leider nicht mehr verfügbaren Jawetec Bikecharger (wahlweise auch ein B&M E-Werk) inclusive des daran angeschlossenen Swiss Batteries Powertank Pufferakku ersetzen. Somit entspricht es funktional in etwa dem Zzing Charger. Das Gerät kommt mit viel Zubehör und kann alle gängigen Smartphones incl. Apfelgeräte laden.
Interessant in deren Shop ist auch der Adapter von Shimano Nabendynamo auf SON Anschluss, so dass man die gleiche Verkabelung verwenden kann, auch wenn man unterschiedliche Nabendynamos verwendet. Erwähnenswert ist zudem der Pedalpower+ 5V/600mA Gleichstrom Nabendynamo und vieles mehr. Wer sich für solche Elektrik-Geschichten interessiert, sollte einen Blick auf die Webseite werfen.

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Im Sommer möchte ich mit dem Streetstepper eine mehrtägige Tour fahren. In früheren Artikeln hatte ich ausführlich beschrieben, wie ich USB Geräte, insbes. das GPS autark über den Nabendynamo betreibe. Diese Vorrichtung (mein “mobile Powerplant”) hat sich bisher sehr bewährt und wurde daher heute vom bisher einzigen für lange Touren genutzten Rad, dem Big Dummy an den Streetstepper verpflanzt; natürlich mittels einer Steckverbindung, so daß alles jederzeit reversibel ist. Ein zum Jawetec Bikecharger passender Gegenstecker war in der Form auch im Fachhandel nicht so leicht aufzutreiben. Ich habe daher einen zweipoligen Mini-Pin-Stecker verwendet, der zufällig passte.


Statt wie beim Big Dummy in einer Rahmentasche wird das mobile Kraftwerk beim Stepper in einer Lenkertasche untergebracht, die genug Platz hat, um auch das Handy und den X-Mini II Lautsprecher aufzunehmen. Man kann wahlweise dann das GPS, das Handy oder den Aktivlautsprecher am Bikecharger laden bzw. betreiben. Die jeweils anderen Geräte laufen in der Zeit dann auf Akku. Der Lautsprecher laesst sich bei geöffnetem Deckel der Tasche in nach oben gerichteter Position fixieren. Bei Regen muß der Inhalt der Tasche gegen Nässe geschützt werden. Das hat bisher immer problemlos mit guten Plastikhüllen (Gefrierbeutel usw.) geklappt.

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X-Mini II Aktivlautsprecher an HTC Wildfire Smartphone

X-Mini II Aktivlautsprecher an HTC Wildfire Smartphone

Für relativ wenig Geld gibt es neuerdings klanglich erstaunlich gute Mini-Aktivlautsprecher für Smartphone, Handy usw..
Der X-Mini II Lautsprecher ist zwar nicht wetterfest und besitzt auch keine Lenkerhalterung o.dgl., aber das laesst sich provisorisch lösen. Es bereitet wirklich Freude, mit diesem kleinen Teil Musik zu hören, selbst wenn man nicht ganz anspruchslos ist. Die Klangfülle und die erzielbare Maximallautstärke (sofern überhaupt notwendig) sieht man dem Teil nicht an. Das geht in Richtung “Zimmerlautstärke”, und zwar keineswegs poplig. Das Gerät ist per USB Anschluß aufladbar (auch waehrend des Betriebs) und kann dann 4-8h betrieben werden.
Im Bild sieht man den Minilautsprecher an einem eher kleinen Smartphone (HTC Wildfire). Der kugelige Lautsprecher kann auseinandergezogen werden, um sein Volumen und damit die Bassfülle zu vergrößern, und das wirkt. Das Teil ist eine gute Empfehlung, wenn man mit Minimalgepäck reisen oder touren will, ohne dabei auf kopfhörerfreien Musikgenuss zu verzichten.

Update: den X-Mini gibt es bald auch mit Bluetooth.

Update II: die Firma Raikko bietet eine angeblich noch bessere Version mit 45mm Membrane an, sowie etwas Zubehoer, u.a. einen universellen Bluetooth-Adapter mit Klinkenausgang fuer derartige Kleinlautsprecher.

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Hinweis: die Bilder dieses Blogartikels stammen von http://ktmimages.com/. Fotograf: Mitterbauer H.. Bitte klicken Sie die beschnittenen Vorschaubilder an, um die Bilder in Originalqualitaet zu sehen.


Mit der recht überraschend vorgestellten KTM Freeride 350 (als Vorläufer der bereits angekündigten Elektroversion) bringt KTM mein Wunschmotorrad auf den Punkt. Auf der KTM Produktseite und im KTM Blog gibt der Hersteller mehr Information dazu. Das Fahrzeug hat ein Leergewicht von unter 100kg und besitzt eine mit 24PS homologierte Version des neuen 350er Enduromotors mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung und G-Kat. Bemerkenswert ist der neue Rahmen mit Stahl- und Aluminiumkomponenten. Der Motor wurde lt. Hersteller auf Drehmoment bei niedrigerer Drehzahl, Haltbarkeit und geringen Spritverbrauch ausgelegt. Das Rahmenheck aus Kunststoff und die sehr weit nach vorne gezogene flache Sitzbank erinnern an die Konstruktion der 690er Baureihe. Das extrem leichte, schmale und relativ niedrige Fahrzeug mit trialtypischer Bereifung verspricht hohes Potential und perfekte Fahrbarkeit beim Offroadeinsatz in Verbindung mit einwandfreier Zulassungsfähigkeit dank moderner Motortechnik. 2006 hatte ich mir den Tricker von Yamaha gekauft, der einerseits sehr interessant, andererseits aber zu zahnlos und halbherzig gemacht war, um voll zu überzeugen.
Mit einer Neuvorstellung wie der KTM Freeride hätte ich nicht gerechnet, da fast alle kleineren enduroartigen Motorräder der letzten Jahre mangels Nachfrage schnell wieder vom Markt verschwunden sind. Umso genauer werde ich mir dieses Modell ansehen, Fahrberichte lesen, Wartungsintervalle erfragen, Leute befragen. Ein Neukauf kommt derzeit aber nicht in Frage, so gut dieses Motorrad und das Konzept auch zu sein scheint. Und letztendlich favorisiere ich doch die Elektroversion, auch wenn damit ein paar echte Einschränkungen in Bezug auf Reichweite und Einsatzweise verbunden sein werden: wenn schon denn schon.

Hier ist das KTM Präsentationsvideo der Verbrennerversion der Freeride:

Und hier das Video zur E-Version

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Als Abschluß der kleinen Postingfolge zum neuen Streetstepper hier ein paar Gedanken, die bei der heutigen Tageslicht-Runde (und darauffolgenden Runden) aufkamen. Bisher war ich nur bei Dunkelheit gefahren.


Der Streetstepper etabliert sich zum Favoriten in meiner Garage. Geplant waren heute 30 km in der Ebene, überwiegend auf festem Schotter; mein Fitnesszustand ist momentan dürftig und mit dem alten 3G Stepper wäre diese Distanz bereits grenzwertig geworden. Bei km20 wurde aber klar, daß 30 ebene Kilometer nicht reichen würden. Eine Steigung musste her. 150 steile Höhenmeter lagen auf einer zusätzlichen 5km Schleife am Weg, und die sind auch mit dem Fahrrad relativ mühsam zu fahren. Mit erstaunlicher Leichtigkeit konnte ich diese Schleife noch mitnehmen. Nach Beendigung der Runde war ich allerbester Laune und hätte nochmal losfahren können, wenn die Zeit es erlaubt hätte. Durchschnittspuls 142, Fahrtdauer ca 1:50h. Soviel zur Fahreffizienz des Steppers. Keine weiteren Fragen, das läuft traumhaft. Der Konstrukteur beschreibt übrigens als eine Ursache der guten Fahreffizienz des Steppers die voneinander unabhängige Beweglichkeit der beiden Pedale, so daß die tretenden Beine niemals unbewusst gegeneinander arbeiten können.

Ein paar Dinge fielen heute auf:

  • Fahrgeräusch: nach äußerlicher Applikation von Ballistol im Bereich der Kettenblätter und Antriebsratschen ist das klackernde Geräusch der Ratschen soweit zurückgegangen, dass es als unauffällig bezeichnet werden kann. Somit erreicht man ein akzeptabel niedriges Fahrgeräusch. Es verblieben heute die Geräusche der Federn und ein paar leisere Nebengeräusche.
    Update: nach mehreren weiteren Fahrten und Schmierung an den Aufhängungspunkten der Rückholfedern sowie im Antriebsbereich ist mein Stepper inzwischen nahezu lautlos unterwegs. Es ergibt sich kein nennenswerter Unterschied zu einem normalen Tourenfahrrad. Das verbleibende leise Schnarren der Ratschen stört nicht. Tip: die Aufhängungen der Pedalrückholfedern punktuell mit zähem Motorradkettenspray behandeln. Damit verhindert man wirksam und längerfristig die Knarrgeräusche, welche durch die minimalen Drehbewegungen trockener Federaufhängungen beim Treten verursacht werden können. Der Punkt Fahrgeräusch ist für mich abgehakt. Siehe dazu das untenstehende Demovideo, bei welchem das ausgezeichnete Mikrofon der Kamera direkt auf den Antrieb gerichtet ist und den leisen Lauf meines Steppers bestätigt.
  • Treten: man hat unzählige Variationsmöglichkeiten beim Treten. Vom langsamen wechselseitigen Stampfen (Pedale jeweils zum unteren Anschlag treten) über das schnellere leichtfüssige wechselseitige Tanzen gibt es auch die Möglichkeit, asymmetrisch zu treten, also von einem Bein aufs andere hüpfend oder sogar beidseitig synchron hüpfend. Besonders interessant bei höherer Fahrgeschwindigkeit finde ich Tretrhythmen, wo ein Bein mehrmals tritt bevor gewechselt wird. Je schneller man wird, desto länger werden bei mir die einseitigen Tretfolgen. Darüberhinaus hat man immer die Möglichkeit, die Tretamplitude zu variieren, mit entsprechender Auswirkung auf die Antriebsübersetzung (siehe unten). Man kann die Tretrhythmen kombinieren mit einer geeigneten Armarbeit und Gegenbewegung des Fahrzeugs selbst, sowie je nach Geschwindigkeit eine stärker nach vorn gebeugte Haltung einnehmen. Hier gibt es viel zu experimentieren, wenn man sein persönliches Optimum sucht. Auf jeden Fall tragen die zahlreichen unterschiedlichen Tretrhythmen zu einem angenehmen Training bei und bieten jederzeit Abwechslung.
  • Schalten ohne zu treten: der Streetstepper hat eine Hinterradnabe ohne Freilauf. Das bedeutet, daß die Kettenblätter sich immer mitdrehen, auch wenn der Fahrer nicht tritt. Geschaltet wird nach Herstellervorschrift im rollenden Zustand ohne zu treten. Das ist für Radfahrer ungewohnt, da man beim gewöhnlichen Fahrrad mit Kettenschaltung lastfrei mittreten muß, um den Gangwechsel zu ermöglichen. Nicht so beim Stepper, bei dem sich der Gang dank permanent mitdrehendem Kettenblatt von selbst einlegt. Mittreten erschwert hier den Gangwechsel. Dies sollte man im Kopf behalten. Es bedeutet auch, dass ein Notschaltvorgang kurz vor dem Verhungern mit dem Stepper nicht möglich ist (dank der speziellen Art des Antriebs verhungert man aber nicht leicht!). Man sollte sich das Schalten an einer Stelle überlegen, wo noch genug Schwung bleibt. Ich würde zudem auf Schaltvorgänge in zügiger Fahrt bergab sowie auf welligem Untergrund verzichten. Sollte es zu einem Schaltfehler kommen, so wäre es angeraten, das Fahrzeug schnellstmöglich zu stoppen, um Schäden zu vermeiden.
  • Lenkerposition: der Hersteller schlägt vor, die Lenkerposition etwa so zu wählen, daß der Arm 90 Grad abgewinkelt ist, wenn man neben dem Fahrzeug steht und den Lenker festhält. Ich hatte den Lenker bisher noch etwas zu hoch eingestellt. Es bringt viel, dem obigen Tip zu folgen. Zusätzlich habe ich den Lenker nach vorne gedreht. Die resultierende Stehposition ermöglicht mir ein angenehmeres Fahren insbes. am Berg. Über kurze Lenkerhörner wie sie im Bedienungsvideo des Herstellers vorgeschlagen werden, kann man nachdenken. Die seitliche Griffmöglichkeit dürfte genau wie beim Wiegetritt mit dem normalen Fahrrad ergonomisch günstig sein.
  • Der Nockenantrieb ist genial und hat großen Anteil an der Fahrfreude mit diesem Stepper. Steigt die Tretlast an, so hebt man sich aufgrund der alleinigen Nutzung des nockenbedingt kurz übersetzten ersten Zugbereichs zunehmend höher über das Fahrzeug und verlagert sich gleichzeitig weiter nach vorne. Die Arme können gut mitarbeiten. Die Step-Frequenz steigt wegen der in diesem Bereich kürzeren Übersetzung an, die Amplitude wird geringer, und die Fahrgeschwindigkeit verringert sich aufgrund der kürzeren Übersetzung. Und siehe da, die Steigung wird mit Leichtigkeit erklommen. Ein durchaus erstaunlicher Effekt beim Fahren, der sogar mit dem großen Kettenblatt eine gewisse Steigungsfähigkeit ermöglicht.

    Der Antrieb wirkt weich und gut bedämpft, obwohl die Mechanik kraftschlüssig, reibungsarm, schlupffrei und effizient ist. Diesen Effekt schätze ich am Streetstepper, und das sorgt dafür, daß man auch nach Fahrten mit sportlicher Belastung in sehr gutem angenehmen Zustand zurückkommt.

Update:
Hier ein eigenes Demovideo (Lenkerkamera) einer entspannten 50km Runde mit einer 20% Steigung drin. Das Video zeigt das leise Laufgeräusch, diverse unterschiedliche Tretvariationen und das Befahren des Steilstückes.

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