Die Umrüstung ist im wesentlichen abgeschlossen. Siehe Kommentare bei den Bildern (Anklicken!). Zu tun verbleibt noch die Montage neuer Reifen sowie eines 20er Ritzels (statt dzt. 18Z) und das Einfahren und Korrigieren der neu verbauten Komponenten während der ersten Fahrten.
Einige Auffälligkeiten:
- Mein alter Alfine Kettenspanner war nicht für die NuVinci Kettenlinie (ca 49mm vs. 42mm) brauchbar. Man hätte zu viele Unterlegscheiben gebraucht, so daß nicht mehr genug Gewindegänge ins Schaltauge eingeschraubt werden können.
- Leichtgängigkeit: die NuVinci Nabe ist mit gewogenen 2,5kg ein Schwergewicht. Der erste subjektive Eindruck bei Montage und Einstellarbeiten ist, daß das Hinterrad merklich schwerer läuft als mit der Alfine 8-Gang Nabe. Brauchbare Aussagen darüber werden erst nach längeren Testfahrten möglich sein.
- Schaltbarkeit: man kann stufenlos schalten durch Drehen am Schaltgriff. Allerdings ist dies nicht ganz wiederstandsfrei. Gelegentlich ist der Griff schwergängig. Dann muß man leicht mittreten (bzw. im Stand warten bis man anfährt).
- Handhabung: die Nabe läuft lautlos und ist einwandfrei einzubauen bzw. einzuspeichen, auch wenn alles aufgrund des enormen Gewichtes etwas mühsamer als gewohnt ist. Der Ausbau des Hinterrades ist allerdings doch nochmal um einiges fummliger als es bereits mit der Shimano Alfine Nabe war.
- Kette/Ritzel: NuVinci spezifiziert Ketten mit einer Breite von 3/32″. Nichtsdestotrotz funktioniert beispielsweise eine Wippermann Connex 808 Kette (3/32″ breit, 6-8 fach Kettenschaltung) nicht sauber, da sie etwas zu schmal für das NuVinci Ritzel ist und somit nicht sauber in die Zähne einläuft. Auf Empfehlung des Händlers teste ich das nun mit einer KMC Z1 RB Kette. Wenn es etwas teurer sein darf, könnte man die KMC X1 Kette (auch 3/32″ breit) verwenden.
- Übersetzung: um das Fahrrad hinreichend kurz übersetzen zu können, muß man hart an der Maximalbelastbarkeit der Nabe lt. Spezifikation bleiben. Mit 34/18 scheint es mir noch minimal zu lang übersetzt. Daher gehe ich nun auf 34/20, was knapp ausserhalb der Spezifikation ist, allerdings verwende ich sehr kurze (160er) Kurbeln, die das wieder geraderücken.
- Einspeichen: Der Hersteller empfiehlt zu Recht 2-fach gekreuztes Einspeichen bei 26″ Laufrädern. Ich habe in erster Linie aufgrund nicht verfügbarer kurzer schwarzer Sapim Force Speichen 3-fach gekreuzt eingespeicht. Das geht problemlos, allerdings entsteht bei den Nippel-/Speichenübergängen ein sichtbarer Knick wegen spitzen Austrittswinkels der Speichen aus der Felge. Für die Kombination mit der Spank Subrosa (ggfs. Evo) Felge braucht man 248mm Speichen. 2-fach gekreuzt wäre man mit 225mm ausgekommen. An den Speichenköpfen habe ich Messingunterlegscheiben verwendet.
- Erstmals habe ich mit der Spank Subrosa Evo Felge das Nachfolgemodell der bisher immer verwendeten Spank Subrosa Felge gewählt. Die Evo Version ist schöner verarbeitet, kommt mir sogar subjektiv etwas leichter vor und hat einen sauber gemachten Felgenstoß statt des grob vernieteten alten Felgenstosses.
- Wie schon bei der Alfine Nabe bieten die Surly Ausfallenden den Verdrehsicherungsringen wenig Gegenhalt
Zu dieser Ausrüstung wird es in der nächsten Saison sicherlich viel zu schreiben geben. Ich bin selber sehr gespannt, wie sich die NuVinci in der Praxis und insbes. auch bei längeren Fahrten verhält. Ein sehr positiver und lesenswerter Bericht findet sich im Long Walk to Green Blog.





























